RUSSPARTIKELFILTER SELBSTREGENERIEREND

mit geschlossener Keramik mit Additivtechnik                                                                                (PFAD)

 

Diese Systeme bestehen meist aus einem geschlossenen Keramik-Filter. Dem Dieselkraftstoff wird über eine Dosierelektronik bei jedem Tankvorgang vollautomatisch ein sogenanntes Treibstoffadditiv im richtigen Mischungsverhältnis beigefügt. Der Additivtank reicht üblicherweise für eine Menge von 10.000 bis 15.000 Liter Dieselkraftstoff. Das beigemengte Additiv bewirkt bereits eine geringe Reduktion von Russpartikeln direkt im Motor. Zusätzlich gelangen die Russpartikel vermischt mit dem Additiv in die Filterkeramik. Bei Erreichen von bestimmten Abgaskonditionen und vor allem einer entsprechenden Abgastemperatur erfolgt ein schlagartiges Abbrennen der Russpartikel im Filter. Diese Form der Regeneration nennt man Sauerstoffregeneration.

 

Der Vorteil der Additivtechnik liegt darin, dass die Regeneration unabhängig vom Stickoxydanteil, wie es bei beschichteten Filtern erforderlich ist, erfolgt. Der Nachteil dieses Systems liegt in den zur Regeneration benötigten hohen Abgasgegendrücken bzw. hohen Abgastemperaturen (in der Praxis um 400 °C). Gerade heutige Motoren reagieren jedoch sehr empfindlich auf hohe Abgasdrücke, welche auch meist durch die Motorenhersteller vorgeschrieben werden. Erhöhter Wartungsaufwand durch Additivasche, laufende Zusatzkosten durch Additiv sind weitere Nachteile dieser Filtersysteme. Daher kommen Russfilter mit Additivtechnik heute kaum mehr zum Einsatz.